Gemeinschaftsbildung in der Phase der "Leere" ?!

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Scott Peck beschreibt in seinem Buch: Eine neue Ethik für die Welt. Grundwerte für eine menschlichere Gesellschaft.  (Goldmann Wilhelm GmbH, 1995) den Prozess der Gemeinschaftsbildung in 4 Phasen:

   1. Phase der- Pseudo-Gemeinschaft - gleiche Interessen - Friede - Freude - Eierkuchen - Differenzen werden quasi ausgeblendet
   2. Chaos - Phase - Unterschiede werden deutlich und ausgetragen - Harmonie zerstört, unangenehme Erfahrungen und Auseinandersetzungen -- "Es ist ein ärgerlicher und irritierender, gedankenloser,
maschinengewehrmäßiger und oft lärmender Prozess, bei dem es nur um
Sieger und Verlierer geht und der zu nichts führt." 

99% der Gruppen sind an dieser Stelle breits tot

 "Wenn die Gruppe
diese unerfreuliche Situation durchstehen kann, ohne sich selbst zu
zerstören oder in die Pseudogemeinschaft zurückzufallen, dann tritt sie
allmählich in die „Leere” ein. Dies ist ein Stadium sehr, sehr harter
Arbeit, ..." [...] dauert häufig qualvoll lange.

3. Die Entleerung ...wenn eine Gruppe die zweite Phase überstanden hat ...

sich von der Notwendigkeit löst, dass nur eine vorgegebene Richtung zulässig sei,
den anderen mit seinem Anders sein als einzigartig anerkennt - jeder wird so wie er ist akzeptiert.

Was es u.A. zu überwinden gilt "sind universell menschliche Eigenschaften: Vorurteile, vorschnelle
Urteile, starre Erwartungen, der Wunsch zu bekehren, zu heilen oder
auszuschalten, der Drang zu siegen, die Angst, sich zum Narren zu
machen, das Bedürfnis, die Kontrolle über alles zu haben."

"Es ist eine Zeit, die Risikobereitschaft und Mut verlangt, und wenn
man sich auch oft erleichtert fühlt, so fühlt man sich doch oft auch
sterbenselend."

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4. Phase und das Ziel Authentizität

Lest selbst ...

Hier der Link zur Quelle der oben genutzten Zitate: Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck -

 

"Community of Practise" - authentische Gemeinschaft ?

Diese Plattform nennt sich IT-Community zum gemeinsamen Gestalten.

Der obige Artikel bedarf eventuell ein wenig Erläuterung?
Den Begriff Gemeinschafts-Bildung als deutsche Entsprechung zu Community-Building betrachte ich kritisch -

Das Lexikon der politischen Bildung definiert:
"Gemeinschaft

1) G. bezeichnet eine wechselseitige Verbindung von Personen oder Staaten,
die nicht ausschließlich (rational) zweckorientiert, sondern auch auf
Zuneigung und innere Verbundenheit angelegt ist.

2) G. ist ein soziologischer Begriff, der die Nähe und Vertrautheit menschlichen Zusammenlebens betont und damit die soziale G. (teilweise kritisch) den modernen anonymer werdenden (Massen-)Gesellschaften gegenüberstellt."

Auf Wikipedia: url: http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaft steht aktuell u.A.:

"Unter Gemeinschaft (herrührend von dem Wort "gemein", vgl. "gemeinsam") 
versteht man die zu einer Einheit zusammengefassten Individuen(Gruppe),
wenn die Gruppe emotionale Bindekräfte aufweist und ein
Zusammengehörigkeitsgefühl (Wir-Gefühl) vorhanden ist."

"Gemeinschaft" entspricht in der auf Wikipedia beschriebenen Form als -Lebensgemeinschaft, Schicksalsgemeinschaft, Zweckgemeinschaft - mit den geschilderten Grenzen der Vergemeinschaftung nicht der Bedeutung des Begriffs einer Community, oder? Wir in Abgrenzung zu Anderen? Welche Ziele verbinden uns - wo hört die Gemeinsamkeit auf ? Auf Wikipedia steht:

"Wissensgemeinschaften oder Communities sind soziale Gruppen von 
Erfahrungsträgern und Interessierten an einem Wissensgebiet."

Der Englische Begriff Community lässt sich sowohl mit Gemeinschaft als auch mit Gesellschaft oder Gemeinsamkeit, Allgemeinheit als auch Staat oder Kommunität übersetzen -

Emanzipatorische Gemeinschaften

gemeinsam gestalten trifft es meiner Ansicht nach schon eher = Communty of Practice !

Ich nehme den Menuepunkt: Community in die Hauptnavigation dieses Portals auf und freue mich auf weitere Meinungsäußerungen, einen lebendigen Dialog und Austausch im gleichnamigen Forum.